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Was ist Wellness?

Was bezeichnet man als Wellness?
Unter „Wellness“ versteht man im Allgemeinen einen Zustand, der über die Abwesenheit von Krankheit hinausgeht, und das allgemeine Wohlbefinden verbessern soll. Die Begriff Wellness entstand zeitnah zur „Alternativen Medizin“, die im 19. Jahrhunderts in den USA und Europa die Gesundheit und die ganze Person holistisch betrachtete. Es gab dazu Bewegungen wie „New Thought“, Lebensreform und „Christian Science“.

Woher stammt der Begriff Wellness?
Der Ausdruck Wellness ist ein modernes Wort mit alten Wurzeln. Als modernes Konzept hat Wellness seit den 1950er, 1960er und 1970er Jahren an Bedeutung gewonnen. Zu dieser Zeit prägten medizinische Abhandlungen und eine Gruppe von Ärzten und Denkern in den Vereinigten Staaten weitgehend die Art und Weise, wie wir heute über Wellness denken und sprechen.

Die Ursprünge von Wellness sind jedoch viel älter – genaugenommen sogar antik. Die Grundsätze des Wellness-Begriffs lassen sich auf die alten Zivilisationen Griechenlands, Roms und Asiens zurückführen, deren historische Traditionen die moderne Wellness-Bewegung unentwegt beeinflusst haben.

Wellness wird zum internationalen Trend
Von 1980 bis 2000 beginnt die Wellness-Bewegung an Dynamik zu gewinnen und wurde von Medizinern, Akademikern und Unternehmen mehr und mehr ernst genommen. Einflussreiche wissenschaftliche Publikation präsentierten Forschungsberichte und Artikel über Wellness-Ansätze und entlarvten gleichzeitig zahlreiche, unlautere Gesundheits-Trends.

Weitere Validierung durch medizinische Instanzen: 1991 wurde in den U.S.A. das ‚National Center for Complementary and Alternative Medicine‘ (NCCAM) als Teil des staatlich finanzierten „National Institutes of Health“ gegründet. Andere öffentliche Programme zur Förderung gesünderer Lebensstile wurden in weiteren Städten implementiert. Das moderne Wellness-Konzept verbreitete sich auch in Europa, wo der Deutsche Wellness Verband (DWV) und die Europäische Wellness Union (EWU) 1990 gegründet wurden.

Gegen Ende des 20. Jahrhunderts begannen viele Unternehmen mit der Entwicklung von Wellness-Programmen am Arbeitsplatz. Die Fitness- und Spa-Branche verzeichnete weltweit ein schnelles Wachstum und eine wachsende Zahl von Prominenten und Selbsthilfeexperten begann damit, Wellness-Konzepte einem breiten Publikum zugänglich zu machen. Trotz dieser Entwicklungen gab es noch keine explizite Zusammenführung unter dem formellen Banner einer „Wellness-Industrie“.

Zahlen und Aussichten
Wellness-Tourismus ist heute ein erfolgreicher Nischenmarkt in mindestens 30 Ländern. 85 Prozent der Ausgaben für den weltweiten Wellness-Tourismus entfielen im Jahr 2012 auf insgesamt 20 Länder. Allein die fünf größten Länder im Markt (USA, Deutschland, Japan, Frankreich, Österreich) machen mehr als die Hälfte des Gesamtmarktes aus (59 Prozent der Ausgaben).

Europa ist der zweitgrößte Wellness-Tourismusmarkt. Wellness-Anhänger geben jährlich insgesamt 158,4 Milliarden US-Dollar aus. Im Jahr 2013 machten Europäer 216,2 Millionen Wellness-Reisen und sind damit die ungeschlagene Nummer Eins, verglichen mit 171,7 Millionen Trips in Nordamerika. In Europa glaubt man schon lange an die gesundheitlichen Vorteile von Mineralbädern, Saunen, Thalassotherapie und anderen natürlichen und wasserbasierten Behandlungen. Kurorte und Hotels, z.B. in der Schweiz, der Türkei oder in Ungarn, kümmern sich um Wellness-Touristen aus aller Welt. Ein weiterer wachsender Markt ist der Gesundheitstourismus, der häufig mit einer Wellness-Reise kombiniert wird.